Die Auswahl einer HR-Software ist eine strategische Entscheidung. Wenn dein Unternehmen mehrere Standorte hat und zwischen 50 und 300 Mitarbeitende beschäftigt, zählen vor allem drei Dinge: Wie schnell bist du produktiv, wie gut wächst die Lösung mit, und wie eigenständig kannst du Prozesse anpassen.
In diesem Vergleich schauen wir uns drei etablierte Lösungen an: humera, Personio und Rexx Systems. Du erfährst, welche Plattform zu welchen Anforderungen passt und worauf du bei der Entscheidung achten solltest.
Die humera HR Suite ist eine HR-Plattform für mittelständische Unternehmen im DACH-Raum. Sie verbindet Personalverwaltung, Recruiting, Zeitmanagement, Entwicklung, Dokumentenmanagement und Analytics in einer Oberfläche. Jede Kundeninstanz läuft nach dem Single-Tenant-Prinzip in einer eigenen, abgeschotteten Umgebung.
Vorteile:
Einschränkungen:
Personio ist eine All-in-One-HR-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen. Die Plattform vereint Personalverwaltung, Recruiting, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung. Über den Personio Marketplace lassen sich zusätzliche Integrationen anbinden.
Vorteile:
Nachteile:
Rexx Systems ist eine modulare HR-Software für Mittelstand und Konzerne. Die Plattform läuft cloudbasiert oder als On-Premises-Lösung. Der Anbieter positioniert sich als Full-Service-Partner von der Beratung bis zum laufenden Betrieb.
Vorteile:
Nachteile:
Bei der Einführung zählt jede Woche. humera setzt auf eine schnelle Implementierung mit geringem Consulting-Anteil: Dein Team startet ohne wochenlange Schulungen. Personio bietet ebenfalls eine strukturierte Einführung, wobei der Konfigurationsumfang vom gewählten Tarif abhängt. Rexx Systems verfolgt einen Full-Service-Ansatz mit individueller Beratung — hilfreich bei komplexen Anforderungen, aber zeitintensiver.
Für Unternehmen mit mehreren Standorten ist eine konsistente Datenbasis entscheidend. humera bildet Organisationsstrukturen mit zeitlicher Logik ab, sodass Abteilungen, Rollen und Stellenbesetzungen nachvollziehbar bleiben — inklusive vordatierbarer Änderungen. Das Organigramm entsteht automatisch aus den Stammdaten und bleibt tagesaktuell. Mandantenfähigkeit deckt mehrere Gesellschaften ab.
Personio eignet sich für mehrere Standorte, wobei komplexere Strukturen zusätzliche Konfiguration erfordern. Rexx Systems bietet ebenfalls Mandantenfähigkeit für die Verwaltung mehrerer Business Units.
Hier unterscheiden sich die drei Plattformen am deutlichsten. humera setzt auf Self-Customization: Dein Team modelliert Workflows und Formulare visuell und passt sie selbst an. Du bist nicht auf IT-Ressourcen oder externe Berater angewiesen.
Personio arbeitet primär mit Standardvorlagen, die viele Anwendungsfälle abdecken. Individuelle Anpassungen sind möglich, aber begrenzter. Rexx Systems bietet umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten, die jedoch häufig spezialisiertes Know-how erfordern.
Alle drei Anbieter erfüllen DSGVO-Anforderungen und hosten in der EU. humera arbeitet nach dem Single-Tenant-Prinzip: Jede Kundeninstanz läuft in einer eigenen, abgeschotteten Umgebung. Keine geteilten Ressourcen, dadurch planbare Performance auch bei Lastspitzen. Dazu kommen granulare Rollen und Berechtigungen sowie eine vollständige Historie aller Datenänderungen. Auf Wunsch ist ein On-Premises-Betrieb möglich.
Personio und Rexx Systems arbeiten ebenfalls nach aktuellen Sicherheitsstandards. Rexx Systems weist eine ISO-27001:2022-Zertifizierung aus und betreibt Rechenzentren in Deutschland und der Schweiz.
Alle drei Plattformen bieten eine DATEV-Anbindung für die Lohnvorbereitung. Bei humera greifen die Module intern ineinander: Eine Änderung an den Mitarbeiterdaten wirkt direkt auf alle nachgelagerten Prozesse. Nach außen stehen REST-API, Lohndatenimport, Payroll-Schnittstellen sowie Anbindungen an SAP, SSO und Active Directory bereit.
Personio verfügt über einen Marketplace mit nach eigenen Angaben über 200 Integrationen. Rexx Systems bietet offene APIs und vorgefertigte Schnittstellen zu ERP- und Lohnabrechnungssystemen.
| Kriterium | humera | Personio | Rexx Systems |
|---|---|---|---|
| Eigene, abgeschottete Instanz je Kunde (Single Tenant) | ✓ | nicht ausgewiesen | nicht ausgewiesen |
| Workflows und Formulare ohne Programmierung anpassbar | ✓ | teilweise, über Standardvorlagen | ✓, mit Konfigurations-Know-how |
| Dokumentenmanagement mit OCR und Volltextsuche | ✓ | ✗ | ✓ |
| Self-Service für Mitarbeitende und Führungskräfte | ✓ | ✓ | ✓ |
| Native Mobile App | ✓ (humera Go, ab Pro) | ✓ | ✓ |
| Mandantenfähigkeit für mehrere Gesellschaften | ✓ | teilweise | ✓ |
| DSGVO-konform mit EU-Hosting | ✓ | ✓ | ✓ |
| On-Premises-Betrieb möglich | optional | ✗ | ✓ |
| REST-API | ✓ (ab Pro) | ✓ | ✓ |
| ISO 27001 zertifiziert | nicht ausgewiesen | ✓ | ✓ (27001:2022) |
Alle Angaben zu Drittanbietern nach öffentlich verfügbaren Herstellerinformationen, Stand Juli 2026. „Nicht ausgewiesen" bedeutet: Der Anbieter macht dazu keine öffentliche Angabe.
Einen ausführlicheren Funktionsvergleich mit weiteren Anbietern findest du in unserem Anbietervergleich.
Für HR-Verantwortliche in Unternehmen mit 50 bis 300 Mitarbeitenden stellt sich eine zentrale Frage: Wie finde ich eine Lösung, die schnell produktiv ist und trotzdem mit der Organisation mitwächst?
Die humera HR Suite reduziert Komplexität, statt sie abzubilden. Dein Team nutzt die Plattform ohne wochenlange Schulungen. Prozesse passen sich an eure Organisation an, nicht umgekehrt. Ändern sich Anforderungen, konfiguriert dein Fachbereich die Workflows selbst — ohne IT-Ticket, ohne Beraterprojekt.
Das Single-Tenant-Prinzip sorgt für vorhersehbare Performance: keine geteilten Ressourcen, keine Überraschungen bei Lastspitzen. Deine HR-Daten liegen in einer eigenen, geschützten Umgebung.
Und weil HR nicht am Schreibtisch endet, greifen Mitarbeitende über humera Go auch unterwegs auf Zeiten, Abwesenheiten und Dokumente zu — offline-fähig, auch in der Produktion oder auf der Baustelle.
Sieh dir an, wie das in deinem Kontext aussieht: Termin vereinbaren — 30 Minuten, konkret an deinen Prozessen.
Die Kosten hängen von Anbieter, Funktionsumfang und Mitarbeiterzahl ab. Die humera HR Suite startet im Bundle basic bei 9,50 Euro pro User und Monat, das Bundle pro liegt bei 12,50 Euro pro User und Monat. Die meisten Anbieter staffeln ihre Preise nach Unternehmensgröße und gebuchten Modulen.
Das hängt von der Komplexität deiner Anforderungen ab. humera setzt auf eine schnelle Einführung mit geringem Schulungsaufwand. Umfangreiche Implementierungsprojekte mit individueller Beratung dauern dagegen mehrere Monate.
humera bildet Organisationsstrukturen mit zeitlicher Logik ab, sodass Standorte, Abteilungen und Rollen nachvollziehbar bleiben. Änderungen wirken automatisch auf alle verknüpften Prozesse. Mandantenfähigkeit deckt auch mehrere Gesellschaften ab.
Bei humera nicht. Über Self-Customization modelliert dein HR-Team Workflows und Formulare visuell und passt sie eigenständig an — ohne Programmierkenntnisse und ohne IT-Ressourcen.
Wenn der Anbieter DSGVO-konform arbeitet und in der EU hostet, sind die rechtlichen Grundlagen gegeben. humera geht einen Schritt weiter: Nach dem Single-Tenant-Prinzip läuft jede Kundeninstanz in einer eigenen, abgeschotteten Umgebung, ergänzt um granulare Berechtigungen und eine vollständige Änderungshistorie. Auf Wunsch auch als On-Premises-Betrieb.
Die meisten Anbieter stellen Demos oder Testzugänge bereit. Bei humera siehst du die Plattform in einer interaktiven Produkttour in wenigen Minuten selbst — ohne Termin, ohne Registrierung.