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People Analytics: Wie HR-Daten bessere Personalentscheidungen ermöglichen

Robin Knappmann
Robin Knappmann

Personalentscheidungen werden häufig auf Basis von Erfahrung, Einzelbeobachtungen oder Bauchgefühl getroffen. Das ist nicht grundsätzlich falsch – gerade in HR bleibt menschliche Einschätzung wichtig. Problematisch wird es jedoch, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden, ohne vorhandene Personaldaten systematisch einzubeziehen.

People Analytics bezeichnet die strukturierte Auswertung von HR-Daten, um Entwicklungen sichtbar zu machen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Personalentscheidungen fundierter zu treffen.

Dabei geht es beispielsweise um Fragen wie:

  • Wie entwickelt sich die Fluktuation?
  • Welche Positionen bleiben besonders lange unbesetzt?
  • Wo steigen Fehlzeiten?
  • Wie verändert sich die Altersstruktur?
  • Welche Teams wachsen besonders stark?
  • Wie lange dauern Recruiting-Prozesse?
  • Welche Weiterbildungsmaßnahmen werden genutzt?

Kurz gesagt: People Analytics macht aus vorhandenen HR-Daten konkrete Entscheidungsgrundlagen.

Was ist People Analytics?

People Analytics bezeichnet die systematische Erhebung, Verknüpfung und Analyse von Personaldaten mit dem Ziel, HR-Entscheidungen auf eine bessere Datenbasis zu stellen.

Der Begriff wird häufig gemeinsam mit HR Analytics, Workforce Analytics oder People Insights verwendet.

Dabei können unterschiedliche Daten ausgewertet werden, beispielsweise aus:

Der entscheidende Unterschied zur reinen Berichterstattung lautet: People Analytics beschreibt nicht nur, was passiert ist – sondern hilft dabei, Entwicklungen zu erkennen und relevante Fragen zu beantworten.

Was ist der Unterschied zwischen People Analytics und HR Reporting?

People Analytics und Reporting hängen eng zusammen, sind aber nicht identisch.

HR Reporting People Analytics
zeigt Kennzahlen und Statusinformationen analysiert Zusammenhänge und Entwicklungen
beantwortet häufig „Was ist passiert?“ fragt zusätzlich „Warum?“ oder „Wo sollten wir genauer hinschauen?“
nutzt Standardberichte kombiniert unterschiedliche Kennzahlen
häufig vergangenheitsorientiert kann stärker steuerungsorientiert sein
liefert Zahlen übersetzt Zahlen in Erkenntnisse

 

Ein klassischer HR-Report zeigt beispielsweise: Fluktuationsrate: 12 %

People Analytics geht einen Schritt weiter und fragt: In welchen Bereichen entsteht diese Fluktuation? Seit wann steigt sie? Welche Beschäftigtengruppen sind besonders betroffen?

Warum ist People Analytics wichtig?

HR verfügt heute über zahlreiche Daten. Das Problem ist häufig nicht, dass Informationen fehlen. Das Problem ist, dass sie:

  • über unterschiedliche Systeme verteilt sind,
  • in Excel-Dateien liegen,
  • manuell zusammengeführt werden müssen oder
  • nicht regelmäßig ausgewertet werden.

Dadurch bleibt viel vorhandenes Wissen ungenutzt. People Analytics schafft Struktur und hilft HR dabei, Entwicklungen früher zu erkennen.

Statt beispielsweise erst auf hohe Fluktuation zu reagieren, wenn mehrere Schlüsselkräfte gegangen sind, können entsprechende Kennzahlen regelmäßig beobachtet werden.

Welche Daten werden für People Analytics genutzt?

People Analytics kann zahlreiche Datenquellen miteinander verbinden.

Typische Kategorien sind:

Personalstammdaten

Dazu gehören beispielsweise:

  • Mitarbeiterzahl,
  • Alter,
  • Betriebszugehörigkeit,
  • Beschäftigungsart,
  • Standort,
  • Abteilung,
  • Funktion.

Diese Daten bilden häufig die Basis weiterer Analysen.

Recruiting-Daten

Beispiele:

  • Anzahl offener Stellen,
  • Bewerbungen pro Stelle,
  • Time-to-Hire,
  • Time-to-Fill,
  • Conversion zwischen Recruiting-Stufen,
  • Recruiting-Kanäle.

Abwesenheitsdaten

Dazu können gehören:

  • Urlaub,
  • Krankheitstage,
  • sonstige Abwesenheiten,
  • Fehlzeitenquoten.

Entwicklungsdaten

Beispiele:

  • durchgeführte Weiterbildungen,
  • Kompetenzprofile,
  • Entwicklungsmaßnahmen,
  • Feedbackzyklen.

Organisationsdaten

Dazu gehören beispielsweise:

  • Teamgrößen,
  • Führungsspannen,
  • organisatorische Veränderungen,
  • Personalbewegungen.

Je stärker diese Daten zusammengeführt werden, desto umfassender wird der Blick auf die Organisation.

Welche Kennzahlen sind für People Analytics wichtig?

Es gibt nicht die eine Liste von Kennzahlen, die für jedes Unternehmen relevant ist. Sinnvoll sind die Kennzahlen, die zu den tatsächlichen HR- und Unternehmenszielen passen.

Typische Beispiele sind:

Bereich Mögliche Kennzahlen
Personalbestand Headcount, FTE, Beschäftigungsstruktur
Recruiting Time-to-Hire, Bewerbungen, Conversion Rates
Fluktuation Fluktuationsrate, freiwillige Austritte
Abwesenheiten Krankenquote, Fehlzeiten, Urlaub
Entwicklung Weiterbildungsquote, Entwicklungsmaßnahmen
Organisation Teamgrößen, Führungsspannen
Retention Betriebszugehörigkeit, Austritte nach Beschäftigungsdauer
Demografie Altersstruktur, Beschäftigungsstruktur

 

Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: „Welche Kennzahlen können wir messen?“

Sondern: „Welche Kennzahlen helfen uns bei unseren Entscheidungen?“

Was ist eine Fluktuationsrate?

Die Fluktuationsrate zeigt, wie viele Mitarbeitende ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlassen.

Eine vereinfachte Berechnung kann beispielsweise lauten:

Anzahl Austritte ÷ durchschnittlicher Personalbestand × 100

Die Kennzahl allein sagt jedoch noch wenig aus. Eine Fluktuationsrate von zehn Prozent kann je nach Branche, Standort oder Beschäftigungsstruktur völlig unterschiedlich zu bewerten sein.

People Analytics betrachtet deshalb zusätzlich:

  • in welchen Bereichen Austritte entstehen,
  • welche Rollen betroffen sind,
  • wie lange Mitarbeitende vorher beschäftigt waren,
  • ob freiwillige oder unfreiwillige Austritte vorliegen und
  • wie sich die Kennzahl über die Zeit entwickelt.

Was bedeutet Time-to-Hire?

Time-to-Hire beschreibt, wie lange es dauert, eine passende Kandidatin oder einen passenden Kandidaten durch den Recruiting-Prozess bis zur Einstellung zu führen.

Je nach Definition kann der konkrete Startpunkt variieren. Deshalb sollten Unternehmen ihre Kennzahlen intern eindeutig definieren.

People Analytics kann beispielsweise sichtbar machen:

  • welche Stellen besonders lange unbesetzt bleiben,
  • an welcher Recruiting-Stufe Verzögerungen entstehen,
  • welche Kanäle effizient funktionieren oder
  • wie sich Recruiting-Zeiten verändern.

Wie hilft People Analytics bei der Personalplanung?

Personaldaten können helfen, zukünftigen Handlungsbedarf besser einzuschätzen.

Ein Unternehmen kann beispielsweise sehen:

  • wie sich der Personalbestand verändert,
  • welche Altersgruppen stark vertreten sind,
  • wo besonders viele Austritte auftreten,
  • welche Bereiche wachsen,
  • welche Kompetenzen künftig benötigt werden.

Daraus können Fragen für die Workforce-Planung entstehen:

- Wo müssen wir einstellen?
- Welche Kompetenzen können wir intern entwickeln?
- Welche Schlüsselrollen benötigen Nachfolger?

People Analytics ersetzt dabei keine strategische Personalplanung. Es liefert die Datenbasis dafür.

Wie unterstützt People Analytics das Recruiting?

Recruiting erzeugt viele messbare Prozessdaten.

Beispiele: Stellenausschreibung → Bewerbung → Vorauswahl → Interview → Angebot → Einstellung

An jeder Stufe können Kennzahlen entstehen.

So lässt sich beispielsweise analysieren:

  • Wie viele Bewerbungen erreichen eine Stelle?
  • Wie viele Bewerbende werden eingeladen?
  • Wo springen Kandidaten ab?
  • Wie lange dauern einzelne Prozessschritte?
  • Welche Recruiting-Kanäle führen zu Einstellungen?

Damit wird Recruiting transparenter. Entscheidungen über Budgets oder Prozesse müssen weniger stark auf Einzelwahrnehmungen basieren.

Wie hilft People Analytics bei Mitarbeiterbindung?

Auch Mitarbeiterbindung lässt sich nicht vollständig auf Zahlen reduzieren. Daten können aber Hinweise liefern.

Beispielsweise:

  • Steigt die Fluktuation in bestimmten Teams?
  • Verlassen viele Beschäftigte das Unternehmen innerhalb des ersten Jahres?
  • Gibt es Unterschiede zwischen Standorten?
  • Wie entwickelt sich die Betriebszugehörigkeit?
  • Werden interne Entwicklungsmöglichkeiten genutzt?

Solche Daten beweisen nicht automatisch, warum Menschen kündigen. Sie zeigen jedoch, wo HR genauer hinschauen sollte.

Der nächste Schritt kann dann beispielsweise aus qualitativen Maßnahmen bestehen:

Wie kann People Analytics Personalentwicklung verbessern?

Auch Personalentwicklung kann datenbasierter gesteuert werden.

Typische Fragen sind:

  • Welche Kompetenzen sind vorhanden?
  • Wo bestehen Entwicklungsbedarfe?
  • Welche Weiterbildungen werden genutzt?
  • Welche Teams benötigen bestimmte Qualifikationen?
  • Welche Mitarbeitenden haben Entwicklungsziele?
  • Wo entstehen Kompetenzlücken?

People Analytics verbindet damit qualitative Entwicklungsgespräche mit strukturierten Informationen.

Der Vorteil ist nicht, Mitarbeitende auf Kennzahlen zu reduzieren. Vielmehr entsteht ein besserer Überblick über Entwicklungsbedarfe im gesamten Unternehmen.

Was sind deskriptive, diagnostische und prädiktive Analytics?

People Analytics kann unterschiedlich tief gehen.

Deskriptive Analytics

Beantwortet:

Was ist passiert?

Beispiel:

Die Fluktuation lag im vergangenen Jahr bei zwölf Prozent.

Diagnostische Analytics

Beantwortet:

Wo oder warum könnte etwas passiert sein?

Beispiel:

Die Fluktuation ist besonders in einem bestimmten Bereich gestiegen.

Prädiktive Analytics

Versucht zu beantworten:

Was könnte künftig passieren?

Beispielsweise können Modelle statistische Wahrscheinlichkeiten berechnen.

Gerade im HR ist hier jedoch Vorsicht notwendig.

Wenn personenbezogene Daten genutzt werden, um Verhalten oder Entscheidungen vorherzusagen, entstehen zusätzliche Anforderungen hinsichtlich:

  • Datenschutz,
  • Transparenz,
  • Diskriminierungsrisiken,
  • Modellqualität und
  • menschlicher Kontrolle.

Ist People Analytics dasselbe wie KI?

Nein. People Analytics kann vollständig ohne künstliche Intelligenz funktionieren.

Bereits einfache Dashboards, Kennzahlen und strukturierte Auswertungen zählen dazu. KI kann Analytics allerdings ergänzen, beispielsweise indem sie:

  • größere Datenmengen zusammenfasst,
  • Muster hervorhebt,
  • Fragen in natürlicher Sprache beantwortet oder
  • Analysen verständlicher aufbereitet.

Die Begriffe sollten deshalb getrennt betrachtet werden:

People Analytics beschreibt die datenbasierte Analyse von HR.
KI beschreibt eine Technologie, die bestimmte Analysen unterstützen kann.

Welche Vorteile bietet People Analytics?

Bessere Entscheidungsgrundlagen

HR-Entscheidungen können zusätzlich durch aktuelle Daten gestützt werden.

Mehr Transparenz

Entwicklungen werden früher sichtbar.

Schnellere Reports

Wenn Daten zentral verfügbar sind, müssen Auswertungen nicht jedes Mal neu aus verschiedenen Quellen zusammengestellt werden.

Strategischere Personalarbeit

HR kann Zusammenhänge zwischen Personalbestand, Recruiting, Fluktuation und Entwicklung besser betrachten.

Gemeinsame Diskussionen auf Basis von Daten

Management und HR können über dieselben Kennzahlen sprechen.

Dadurch werden Diskussionen konkreter.

Was sind typische Fehler bei People Analytics?

Fehler Mögliche Folge
Zu viele Kennzahlen messen Dashboards werden unübersichtlich
Keine klare Fragestellung Daten liefern wenig Nutzen
Schlechte Datenqualität Analysen werden unzuverlässig
Unterschiedliche Definitionen Kennzahlen sind nicht vergleichbar
Nur Zahlen betrachten wichtiger Kontext geht verloren
Korrelation mit Ursache verwechseln falsche Schlussfolgerungen
Datenschutz ignorieren rechtliche und organisatorische Risiken
Keine Maßnahmen ableiten Analytics bleibt reine Berichterstattung

 

Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb: Nicht mehr Daten sind automatisch besser – sondern bessere Fragen.

Warum ist Datenqualität so wichtig?

People Analytics ist nur so zuverlässig wie die zugrunde liegenden Daten.

Probleme entstehen beispielsweise, wenn:

  • Stammdaten veraltet sind,
  • unterschiedliche Systeme verschiedene Werte enthalten,
  • Felder uneinheitlich gepflegt werden,
  • Daten fehlen oder
  • Kennzahlen unterschiedlich definiert werden.

Ein Beispiel:

Wenn „Austritt“ in einem System bereits bei Kündigung und in einem anderen erst am letzten Arbeitstag gezählt wird, können Reports voneinander abweichen.

Deshalb benötigt People Analytics zunächst eine verlässliche Datenbasis.

Warum sind integrierte HR-Systeme für Analytics hilfreich?

Viele Unternehmen verfügen über mehrere Einzellösungen.

Recruiting-Daten liegen in einem Bewerbermanagementsystem. Arbeitszeiten liegen in einer anderen Anwendung. Personalstammdaten wiederum in einem dritten System.

Für eine gemeinsame Analyse müssen diese Informationen zunächst zusammengeführt werden. Das bedeutet häufig:

Export → Excel → Zusammenführen → Bereinigen → Auswerten

Eine integrierte HR-Landschaft kann diesen Aufwand reduzieren.

Die humera HR Suite verbindet beispielsweise Personalverwaltung, Recruiting, Zeitmanagement, Entwicklung, Analytics und Dokumentation in einer gemeinsamen Suite. 

Was sind Dashboards im HR?

HR-Dashboards stellen wichtige Kennzahlen und Entwicklungen visuell dar.

Sie können beispielsweise enthalten:

  • Headcount,
  • Fluktuation,
  • Recruiting-Pipeline,
  • Abwesenheiten,
  • Altersstruktur,
  • offene Stellen.

Der Vorteil liegt darin, dass relevante Informationen nicht erst aus mehreren Tabellen zusammengesucht werden müssen.

Ein gutes Dashboard zeigt nicht möglichst viele Zahlen. Es zeigt die Kennzahlen, die für eine bestimmte Rolle oder Fragestellung relevant sind.

Was ist der Unterschied zwischen Dashboard und Report?

Ein Dashboard stellt Kennzahlen häufig laufend und visuell bereit.

Ein Report ist dagegen stärker eine definierte Auswertung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Thema.

Dashboard Report
laufender Überblick definierte Auswertung
visuelle Kennzahlen detailliertere Darstellung möglich
häufig interaktiv häufig statischer
für regelmäßige Steuerung für konkrete Fragestellungen

 

Beide Ansätze ergänzen sich.

Wie datenschutzkonform ist People Analytics?

People Analytics verarbeitet personenbezogene oder personenbeziehbare Daten und muss deshalb datenschutzrechtlich sauber gestaltet werden.

Unternehmen sollten insbesondere klären:

  • Welche Daten werden analysiert?
  • Für welchen Zweck?
  • Welche Rechtsgrundlage besteht?
  • Wer erhält Zugriff?
  • Müssen personenbezogene Daten überhaupt sichtbar sein?
  • Können Daten aggregiert oder pseudonymisiert werden?
  • Wie lange werden Daten gespeichert?

Gerade für strategische Analysen ist häufig nicht notwendig, einzelne Mitarbeitende sichtbar zu machen. Beispielsweise kann eine Fluktuationsanalyse auf Team- oder Standortebene ausreichend sein.

Wann werden HR-Analytics problematisch?

Besondere Vorsicht ist notwendig, wenn Analytics nicht mehr nur Organisationen oder Prozesse betrachtet, sondern einzelne Menschen bewertet oder Verhalten prognostiziert.

Beispiele:

  • „Wie wahrscheinlich ist es, dass Mitarbeiter X kündigt?“
  • „Welche Person wird vermutlich schlechte Leistung zeigen?“
  • „Wer eignet sich wahrscheinlich nicht für eine Beförderung?“

Solche Anwendungen besitzen deutlich höhere Risiken.

Sie können unter anderem Fragen zu:

  • Datenschutz,
  • Diskriminierung,
  • Transparenz,
  • Mitbestimmung,
  • KI-Regulierung und
  • automatisierten Entscheidungen

aufwerfen.

Deshalb sollte immer geprüft werden: Brauchen wir wirklich eine Analyse auf Personenebene – oder reicht eine aggregierte Betrachtung?

Ersetzt People Analytics menschliche Entscheidungen?

Nein. People Analytics liefert zusätzliche Informationen. Die Entscheidung bleibt eine fachliche Aufgabe.

Ein Dashboard kann beispielsweise zeigen, dass ein Team eine hohe Fluktuation besitzt. Es kann aber nicht automatisch erklären, warum.

Mögliche Ursachen könnten sein:

  • Führung,
  • Arbeitsbelastung,
  • Standort,
  • Vergütung,
  • Karriereperspektiven,
  • Teamdynamik oder
  • externe Arbeitsmarktbedingungen.

Diese Zusammenhänge benötigen Kontext.

Deshalb gilt: Daten helfen beim Erkennen von Fragen – Menschen müssen sie sinnvoll interpretieren.

Wie startet man mit People Analytics?

Unternehmen benötigen nicht sofort ein komplexes Analytics-Programm. Ein pragmatischer Einstieg besteht aus fünf Schritten.

1. Eine konkrete HR-Frage definieren

Zum Beispiel: Warum steigt unsere Fluktuation?

2. Relevante Daten bestimmen

Welche Kennzahlen helfen dabei?

Beispielsweise:

  • Austritte,
  • Organisationseinheit,
  • Betriebszugehörigkeit,
  • Standort.

3. Datenqualität prüfen

Sind die Daten vollständig und vergleichbar?

4. Kennzahlen analysieren

Wo entstehen Auffälligkeiten?

5. Maßnahmen ableiten

Welche qualitativen Untersuchungen oder Veränderungen folgen daraus?

So bleibt People Analytics handlungsorientiert.

Welche People-Analytics-Kennzahlen eignen sich für den Einstieg?

Für viele mittelständische Unternehmen reichen zunächst wenige Kennzahlen.

Beispielsweise:

  1. Personalbestand
  2. Ein- und Austritte
  3. Fluktuationsrate
  4. Betriebszugehörigkeit
  5. Krankenquote
  6. offene Stellen
  7. Time-to-Hire
  8. Altersstruktur
  9. Abwesenheiten
  10. interne Personalbewegungen

Diese Kennzahlen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Interessant werden sie besonders im Zeitverlauf oder im Vergleich zwischen Organisationseinheiten.

People Analytics mit humera

humera bündelt Analytics und Automatisierung in einem eigenen Lösungsbereich. Dazu gehören unter anderem HR-Analytics & Dashboards, Schnittstellen und Datenexporte. 

Mit People Insights beschreibt humera außerdem die strukturierte Erfassung und Visualisierung von HR-Daten sowie deren Übersetzung in entscheidungsrelevante Erkenntnisse. Beispiele sind Fluktuation, Recruiting-Pipelines und Abwesenheiten. 

Über die Funktion Analyse & Berichte können HR-Daten zentral ausgewertet, gefiltert und in individuellen beziehungsweise standardisierten Reports genutzt werden. Die Datenbasis wird innerhalb der HR Suite gemeinsam ausgewertet, wodurch manuelle Zusammenführungen reduziert werden sollen. 

Der entscheidende Vorteil liegt dabei nicht in möglichst vielen Dashboards. Er liegt darin, dass HR-Daten aus unterschiedlichen Prozessen auf einer gemeinsamen Datenbasis für Entscheidungen nutzbar werden.

People Analytics: Die wichtigsten Punkte im Überblick

Frage Kurzantwort
Was ist People Analytics? Die systematische Analyse von HR-Daten für fundiertere Personalentscheidungen
Was ist der Unterschied zu HR Reporting? Reporting zeigt Kennzahlen, Analytics untersucht zusätzlich Entwicklungen und Zusammenhänge
Welche Daten werden genutzt? Beispielsweise Personal-, Recruiting-, Abwesenheits- und Entwicklungsdaten
Welche Kennzahlen sind wichtig? Unter anderem Headcount, Fluktuation, Time-to-Hire und Abwesenheiten
Braucht People Analytics KI? Nein, Analytics funktioniert auch ohne KI
Kann Analytics Entscheidungen automatisieren? Technisch teilweise, bei Personalentscheidungen ist jedoch besondere Vorsicht erforderlich
Was ist die wichtigste Voraussetzung? Eine zuverlässige und einheitliche Datenbasis
Ersetzt People Analytics Erfahrung? Nein, Daten ergänzen fachliche und menschliche Einschätzung

 

FAQ: Häufige Fragen zu People Analytics

Was bedeutet People Analytics?

People Analytics bezeichnet die strukturierte Analyse von Personaldaten, um Entwicklungen sichtbar zu machen und HR-Entscheidungen besser zu unterstützen.

Was ist der Unterschied zwischen People Analytics und HR Analytics?

Die Begriffe werden häufig weitgehend synonym verwendet. People Analytics betont stärker die Analyse von Daten rund um Mitarbeitende und Organisation, während HR Analytics häufig allgemeiner für datenbasierte HR-Auswertungen verwendet wird.

Welche Daten werden bei People Analytics ausgewertet?

Typische Daten stammen aus Personalverwaltung, Recruiting, Arbeitszeit, Abwesenheiten, Entwicklung und Organisationsstrukturen.

Welche Kennzahlen gehören zu People Analytics?

Typische Kennzahlen sind Headcount, Fluktuation, Time-to-Hire, Abwesenheiten, Betriebszugehörigkeit, Altersstruktur und Personalbewegungen.

Was bringt People Analytics?

People Analytics schafft Transparenz über Entwicklungen und hilft HR, Entscheidungen auf eine verlässlichere Datenbasis zu stellen.

Ist People Analytics nur für große Unternehmen sinnvoll?

Nein. Auch mittelständische Unternehmen können mit wenigen relevanten Kennzahlen beginnen. Entscheidend ist nicht die Menge der Daten, sondern die konkrete Fragestellung.

Braucht man für People Analytics eine spezielle Software?

Nicht zwingend. Einfache Analysen können auch mit vorhandenen Tools durchgeführt werden. Mit steigender Datenmenge und mehreren HR-Systemen können integrierte Analytics-Funktionen jedoch den manuellen Aufwand deutlich reduzieren.

Was ist ein HR-Dashboard?

Ein HR-Dashboard visualisiert wichtige Kennzahlen und Entwicklungen, beispielsweise Fluktuation, Headcount, offene Stellen oder Abwesenheiten.

Kann People Analytics vorhersagen, wer kündigt?

Statistische oder KI-basierte Modelle können Wahrscheinlichkeiten berechnen. Solche personenbezogenen Prognosen sind jedoch sensibel und sollten hinsichtlich Datenschutz, Transparenz, Diskriminierungsrisiken und regulatorischer Anforderungen besonders sorgfältig geprüft werden.

Ist People Analytics datenschutzkonform?

People Analytics kann datenschutzkonform umgesetzt werden, wenn Zweck, Rechtsgrundlage, Zugriffsrechte, Datenminimierung und Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden. Für viele Auswertungen können aggregierte Daten sinnvoller sein als personenbezogene Einzelanalysen.

Wie unterstützt humera People Analytics?

humera bietet HR-Analytics & Dashboards, Analyse- und Berichtsfunktionen sowie People Insights. HR-Daten können zentral ausgewertet und visualisiert werden; Analysebereiche sind z. B. Fluktuation, Recruiting-Pipelines und Abwesenheiten. 

Fazit: People Analytics macht HR-Daten zu Entscheidungsgrundlagen

HR verfügt über immer mehr Daten. Der Mehrwert entsteht jedoch nicht dadurch, diese Daten lediglich zu speichern.

People Analytics macht sie nutzbar.

Personalbestand, Recruiting, Fluktuation, Abwesenheiten und Entwicklung können systematisch betrachtet werden, um Veränderungen früher zu erkennen und Entscheidungen besser vorzubereiten.

Dabei sollte People Analytics weder zu einem Selbstzweck noch zu einer möglichst umfassenden Vermessung von Mitarbeitenden werden.

Die entscheidenden Fragen lauten vielmehr:

Welche Personalfragen wollen wir beantworten?
Welche Daten benötigen wir dafür?
Welche Entscheidung soll daraus besser werden?

Eine integrierte HR Suite kann dabei helfen, Daten aus unterschiedlichen HR-Prozessen auf einer gemeinsamen Basis zusammenzuführen. humera verbindet dafür unter anderem Personalverwaltung, Recruiting, Zeitmanagement, Entwicklung sowie Analytics & Automatisierung. 

Gutes People Analytics bedeutet deshalb nicht, Entscheidungen an Zahlen abzugeben. Es bedeutet, Entscheidungen mit besseren Informationen zu treffen.

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