Employee Experience: Wie eine positive Mitarbeitererfahrung entsteht
Wie Mitarbeitende ein Unternehmen erleben, wird nicht nur durch Gehalt, Benefits oder einzelne HR-Maßnahmen geprägt. Entscheidend ist die Summe vieler Kontaktpunkte: vom ersten Bewerbungsgespräch über das Onboarding und den Arbeitsalltag bis hin zu Entwicklung, Feedback und Offboarding.
Employee Experience beschreibt die gesamte Erfahrung, die Mitarbeitende während ihrer Zeit in einem Unternehmen machen. Dazu gehören Prozesse, Kommunikation, Führung, Arbeitsumgebung, Unternehmenskultur und digitale Tools.
Eine positive Employee Experience entsteht deshalb nicht durch eine einzelne Maßnahme. Sie entwickelt sich dann, wenn wichtige Berührungspunkte entlang des Employee Lifecycle verständlich, wertschätzend, transparent und möglichst reibungslos gestaltet sind.
Kurz gesagt: Employee Experience ist die Summe aller Eindrücke, die Mitarbeitende im Verlauf ihrer Beschäftigung sammeln.
Was ist Employee Experience?
Employee Experience, kurz EX, bezeichnet die gesamte Wahrnehmung und Erfahrung von Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen über den gesamten Employee Lifecycle hinweg.
Dazu zählen beispielsweise:
- der Bewerbungsprozess,
- das Onboarding,
- der tägliche Arbeitsalltag,
- HR-Prozesse,
- Führung und Zusammenarbeit,
- Feedback,
- Entwicklungsmöglichkeiten,
- interne Kommunikation,
- digitale Systeme und
- das Offboarding.
Employee Experience beginnt damit nicht erst am ersten Arbeitstag. Bereits die erste Stellenanzeige, die Kommunikation im Recruiting oder die Geschwindigkeit einer Rückmeldung prägen den Eindruck vom Unternehmen.
Der Employee Lifecycle umfasst entsprechend alle Stationen von Bewerbung und Onboarding über Entwicklung und Bindung bis zum Offboarding.
Was ist der Unterschied zwischen Employee Experience und Employee Engagement?
Die Begriffe werden häufig miteinander vermischt. Employee Experience beschreibt, was Mitarbeitende im Unternehmen erleben. Employee Engagement beschreibt stärker, wie verbunden, motiviert und engagiert sich Mitarbeitende fühlen.
| Employee Experience | Employee Engagement |
|---|---|
| beschreibt die gesamte Mitarbeitererfahrung | beschreibt Motivation und Verbundenheit |
| umfasst Prozesse, Systeme, Führung und Kultur | fokussiert stärker auf Einstellung und Verhalten |
| entsteht an vielen Touchpoints | kann ein Ergebnis guter Erfahrungen sein |
| betrachtet den gesamten Employee Lifecycle | wird häufig zu bestimmten Zeitpunkten gemessen |
Eine gute Employee Experience kann Engagement fördern. Sie garantiert es jedoch nicht automatisch.
Warum ist Employee Experience wichtig?
Mitarbeitende erleben täglich zahlreiche kleine und große Interaktionen mit ihrem Unternehmen.
Einige Beispiele:
- Wie einfach kann Urlaub beantragt werden?
- Wie schnell bekommt ein neuer Mitarbeitender Zugang zu wichtigen Informationen?
- Sind HR-Prozesse verständlich?
- Können Dokumente einfach gefunden werden?
- Werden Rückfragen zeitnah beantwortet?
- Gibt es regelmäßiges Feedback?
- Sind Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar?
Jeder einzelne dieser Punkte kann positiv oder negativ wahrgenommen werden. Gerade die Summe vieler kleiner Erfahrungen prägt langfristig, wie professionell, verlässlich und mitarbeiterorientiert ein Unternehmen erlebt wird.
Welche Faktoren prägen die Employee Experience?
Eine positive Mitarbeitererfahrung entsteht typischerweise aus mehreren Bereichen.
1. Recruiting Experience
Die Employee Experience beginnt häufig schon vor dem eigentlichen Beschäftigungsverhältnis. Der Bewerbungsprozess prägt den ersten Eindruck.
Wichtige Faktoren sind:
- verständliche Stellenanzeigen,
- einfache Bewerbung,
- transparente Kommunikation,
- kurze Reaktionszeiten,
- strukturierte Interviews und
- wertschätzender Umgang.
Wenn Bewerbende lange auf Rückmeldungen warten oder mehrfach dieselben Informationen übermitteln müssen, entsteht bereits vor dem ersten Arbeitstag eine negative Erfahrung.
2. Onboarding Experience
Das Onboarding ist einer der wichtigsten frühen Touchpoints. Neue Mitarbeitende möchten wissen:
- Was erwartet mich?
- Wer ist mein Ansprechpartner?
- Welche Aufgaben stehen zuerst an?
- Sind Arbeitsmittel vorbereitet?
- Wo finde ich relevante Informationen?
Ein gutes Onboarding schafft Struktur und Orientierung. Digitale Checklisten, vorbereitete Aufgaben und klare Zuständigkeiten können dabei helfen, den Einstieg konsistent zu gestalten.
Die humera Lösung für Recruiting & Onboarding verbindet Bewerbermanagement und Pre- bzw. Onboarding innerhalb eines gemeinsamen Prozesses.
3. Digitale Employee Experience
HR-Software ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Mitarbeitererfahrung. Mitarbeitende interagieren regelmäßig mit digitalen Systemen, beispielsweise um:
- Urlaub zu beantragen,
- Arbeitszeiten zu erfassen,
- Dokumente abzurufen,
- persönliche Daten zu verwalten oder
- Informationen einzusehen.
Wenn diese Prozesse kompliziert sind, entstehen Frustration und zusätzliche Rückfragen. Wenn sie dagegen intuitiv funktionieren, wird HR als einfacher und transparenter wahrgenommen.
Die digitale Employee Experience wird deshalb immer wichtiger.
4. Kommunikation
Eine positive Employee Experience benötigt klare Kommunikation.
Mitarbeitende sollten verstehen:
- welche Prozesse gelten,
- wer wofür zuständig ist,
- welche Informationen relevant sind,
- welche Veränderungen anstehen und
- wo sie Unterstützung erhalten.
Unklare oder widersprüchliche Informationen führen schnell zu Unsicherheit. Gute Kommunikation bedeutet deshalb nicht möglichst viel Kommunikation.
Sie bedeutet: die richtigen Informationen zur richtigen Zeit verständlich bereitzustellen.
5. Führung
Führung beeinflusst die Employee Experience erheblich. Mitarbeitende erleben das Unternehmen häufig vor allem über ihre direkte Führungskraft.
Wichtige Faktoren sind:
- verlässliche Kommunikation,
- regelmäßiges Feedback,
- klare Erwartungen,
- Unterstützung,
- Anerkennung und
- faire Entscheidungen.
Auch die beste HR-Software kann schlechte Führung nicht ausgleichen. Technologie kann Prozesse verbessern. Die Qualität zwischenmenschlicher Führung bleibt jedoch ein zentraler Bestandteil der Mitarbeitererfahrung.
6. Entwicklung und Feedback
Mitarbeitende möchten häufig wissen:
- Wo stehe ich?
- Wie kann ich mich weiterentwickeln?
- Welche Perspektiven habe ich?
- Welche Fähigkeiten sollte ich ausbauen?
Regelmäßiges Feedback und nachvollziehbare Entwicklungsmöglichkeiten können deshalb einen wichtigen Beitrag zur Employee Experience leisten.
Eine positive Erfahrung entsteht besonders dann, wenn Entwicklung nicht nur versprochen, sondern tatsächlich unterstützt wird.
Die humera HR Suite umfasst mit Entwicklung & Feedback einen eigenen Lösungsbereich für genau diesen Teil des Employee Lifecycle.
7. Self Service
Auch Mitarbeiter Self Service beeinflusst die Employee Experience.
Ein Beispiel: Ein Mitarbeitender möchte wissen, wie viele Urlaubstage noch verfügbar sind.
Ohne Self Service: E-Mail an HR → warten → Rückmeldung erhalten
Mit Self Service: System öffnen → Urlaubsstand direkt einsehen
Das ist nur ein kleiner Prozess. Aber gerade solche alltäglichen Vorgänge prägen die Wahrnehmung von HR.
Je weniger unnötige Umwege entstehen, desto positiver kann die digitale Mitarbeitererfahrung ausfallen.
8. Offboarding
Employee Experience endet nicht mit einer Kündigung. Auch der Austrittsprozess ist ein wichtiger Touchpoint.
Ein professionelles Offboarding kann umfassen:
- klare Kommunikation,
- strukturierte Rückgabeprozesse,
- Wissenstransfer,
- Exit-Gespräche,
- Dokumentation und
- wertschätzenden Abschluss.
Ein respektvoller letzter Eindruck kann sich langfristig auf Arbeitgebermarke und Alumni-Beziehungen auswirken.
Was sind Employee Touchpoints?
Employee Touchpoints sind konkrete Berührungspunkte zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen.
Dazu gehören beispielsweise:
| Phase | Typischer Touchpoint |
|---|---|
| Recruiting | Stellenanzeige, Bewerbung, Interview |
| Onboarding | erster Arbeitstag, Zugänge, Einführung |
| Arbeitsalltag | Zeiterfassung, Urlaubsantrag, HR-Anfragen |
| Entwicklung | Feedbackgespräch, Weiterbildung |
| Bindung | Karriereperspektiven, Anerkennung |
| Offboarding | Exit-Gespräch, Rückgabe, Abschluss |
Jeder dieser Touchpoints kann positiv, neutral oder negativ erlebt werden. Employee Experience Management versucht, solche Berührungspunkte gezielt zu verbessern.
Wie entsteht eine positive Employee Experience?
Eine gute Mitarbeitererfahrung entsteht meist durch fünf Grundprinzipien.
Einfachheit
Prozesse sollten leicht verständlich und möglichst unkompliziert sein.
Transparenz
Mitarbeitende sollten wissen, was passiert und welchen Status ein Vorgang hat.
Verlässlichkeit
Prozesse und Kommunikation müssen konsistent funktionieren.
Wertschätzung
Mitarbeitende sollten sich ernst genommen und respektiert fühlen.
Mitgestaltung
Feedback und Bedürfnisse der Mitarbeitenden sollten in die Gestaltung von Prozessen einfließen.
Diese Prinzipien gelten unabhängig davon, ob es um Recruiting, HR-Software oder Führung geht.
Was ist der Unterschied zwischen Employee Experience und Employee Lifecycle?
Auch diese Begriffe hängen eng zusammen.
Employee Lifecycle beschreibt die Stationen, die Mitarbeitende durchlaufen. Employee Experience beschreibt, wie diese Stationen erlebt werden.
Ein Beispiel: Onboarding ist eine Phase des Employee Lifecycle.
Ob dieses Onboarding gut organisiert, chaotisch, wertschätzend oder frustrierend erlebt wird, gehört zur Employee Experience.
Der Lifecycle ist also die Struktur. Die Experience ist die Wahrnehmung.
Wie lässt sich Employee Experience messen?
Employee Experience ist nicht vollständig auf eine einzelne Kennzahl reduzierbar. Unternehmen können jedoch unterschiedliche Datenquellen kombinieren.
Dazu gehören beispielsweise:
- Mitarbeiterbefragungen,
- Pulse Surveys,
- eNPS,
- Feedbackgespräche,
- Fluktuation,
- Krankheitsquote,
- interne Wechsel,
- Nutzungsdaten von HR-Systemen,
- Onboarding-Feedback oder
- Exit-Interviews.
Wichtig ist, nicht nur Daten zu sammeln. Entscheidend ist die Frage: Welche Verbesserungen werden daraus abgeleitet?
Eine Befragung ohne anschließende Maßnahmen kann die Employee Experience sogar negativ beeinflussen, wenn Mitarbeitende wiederholt Feedback geben, ohne Veränderungen zu sehen.
Was ist eNPS?
eNPS steht für Employee Net Promoter Score.
Die Kennzahl basiert auf der Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass Mitarbeitende ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen.
Der eNPS kann einen schnellen Stimmungsindikator liefern. Er sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden. Eine einzelne Zahl erklärt nicht, warum Mitarbeitende zufrieden oder unzufrieden sind. Deshalb sind qualitative Rückmeldungen und weitere Kennzahlen wichtig.
Welche Rolle spielt HR-Software für Employee Experience?
HR-Software prägt viele tägliche Touchpoints. Eine gute Software kann beispielsweise:
- Self Services ermöglichen,
- Prozesse automatisieren und vereinfachen,
- Informationen zentral bereitstellen,
- Wartezeiten reduzieren,
- Dokumente zugänglich machen und
- Statusinformationen transparent darstellen.
Eine schlechte digitale Erfahrung kann dagegen zu Frustration führen. Typische Probleme sind:
- komplizierte Benutzeroberflächen,
- doppelte Dateneingaben,
- langsame Prozesse,
- viele verschiedene Systeme oder
- unklare Zuständigkeiten.
Gerade Insellösungen können dazu führen, dass Mitarbeitende zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln müssen.
Eine integrierte HR Suite verbindet dagegen mehrere HR-Bereiche innerhalb einer Oberfläche. humera bündelt Personalverwaltung, Recruiting, Zeitmanagement, Entwicklung, Analytics und Dokumentation in einer gemeinsamen Suite.
Wie beeinflusst Employee Self Service die Mitarbeitererfahrung?
Self Service kann die Employee Experience deutlich verbessern, wenn er gut umgesetzt ist.
Mitarbeitende können beispielsweise:
- Urlaub selbst beantragen,
- Arbeitszeit erfassen,
- Dokumente abrufen,
- persönliche Daten verwalten oder
- Informationen selbst einsehen.
Dadurch entstehen weniger Abhängigkeiten von HR. Der entscheidende Punkt ist jedoch die Nutzerfreundlichkeit. Ein komplizierter Self Service erzeugt keine bessere Employee Experience. Er verlagert lediglich Arbeit vom HR-Team auf die Mitarbeitenden.
Welche Rolle spielt Automatisierung?
Automatisierung kann Employee Experience verbessern, wenn sie unnötige Wartezeiten reduziert.
Beispielsweise: Urlaubsantrag → automatische Weiterleitung → Genehmigung → Status aktualisiert
Oder: Neueinstellung → Onboarding-Workflow startet → Aufgaben werden verteilt → Dokumente bereitgestellt
Mitarbeitende erleben dadurch konsistentere Prozesse. Automatisierung sollte jedoch nicht jede persönliche Interaktion ersetzen. Gerade bei sensiblen oder emotionalen Themen bleibt menschliche Kommunikation wichtig.
Welche Rolle spielt Unternehmenskultur?
Employee Experience ist nicht nur ein HR- oder Softwarethema. Auch Unternehmenskultur prägt die Mitarbeitererfahrung.
Dazu gehören:
- Umgang miteinander,
- Entscheidungsprozesse,
- Feedbackkultur,
- Fehlerkultur,
- Vertrauen,
- Zusammenarbeit und
- Führungsverhalten.
Digitale Prozesse können eine gute Kultur unterstützen. Sie können sie aber nicht ersetzen.
Ein technisch perfekter Urlaubsprozess schafft beispielsweise keine positive Employee Experience, wenn Mitarbeitende gleichzeitig das Gefühl haben, dass Urlaub unerwünscht ist.
Was sind typische Fehler bei Employee Experience?
| Fehler | Mögliche Folge |
|---|---|
| Nur Benefits betrachten | grundlegende Prozessprobleme bleiben bestehen |
| Nur einzelne Touchpoints optimieren | Gesamterlebnis bleibt inkonsistent |
| Feedback sammeln, aber nichts ändern | Vertrauen sinkt |
| Zu viele HR-Systeme einsetzen | Nutzererlebnis wird kompliziert |
| Prozesse nur aus HR-Sicht entwickeln | Mitarbeitende erleben unnötige Hürden |
| Automatisierung übertreiben | persönliche Kommunikation geht verloren |
| Führung nicht einbeziehen | Employee Experience bleibt unvollständig |
| Einheitslösung für alle | unterschiedliche Bedürfnisse werden ignoriert |
Employee Experience ist mehr als Benefits
Ein häufiger Irrtum besteht darin, Employee Experience vor allem mit Benefits zu verbinden.
Benefits können die Mitarbeitererfahrung verbessern. Sie sind jedoch nur ein Teil davon.
Ein Unternehmen kann attraktive Zusatzleistungen anbieten und gleichzeitig komplizierte Prozesse, schlechte Kommunikation und unklare Entwicklungsmöglichkeiten haben.
Employee Experience entsteht deshalb nicht nur durch:
- Firmenwagen,
- Obstkorb,
- Fitnessangebote oder
- Zusatzleistungen.
Sie entsteht vielmehr durch die tägliche Erfahrung im Unternehmen.
Wie können Unternehmen Employee Experience verbessern?
Ein sinnvoller Ansatz besteht darin, die Employee Journey aus Sicht der Mitarbeitenden zu betrachten.
1. Employee Lifecycle sichtbar machen
Welche Phasen durchlaufen Mitarbeitende?
2. Wichtige Touchpoints identifizieren
Wo entstehen besonders positive oder negative Erfahrungen?
3. Mitarbeitende befragen
Welche Prozesse funktionieren gut? Wo entstehen Frustrationen?
4. Prozesse vereinfachen
Nicht jeder bestehende Ablauf muss beibehalten werden.
5. Digitale Systeme integrieren
Medienbrüche und doppelte Dateneingaben sollten reduziert werden.
6. Verantwortlichkeiten klären
Mitarbeitende sollten wissen, wer bei welchem Thema zuständig ist.
7. Wirkung überprüfen
Nach Veränderungen sollte erneut Feedback eingeholt werden. So entsteht ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess.
Employee Experience im Mittelstand
Auch mittelständische Unternehmen profitieren von einem systematischen Blick auf die Mitarbeitererfahrung.
Dafür ist nicht zwingend ein großes EX-Programm notwendig. Bereits einige einfache Fragen können helfen:
- Wie erleben neue Mitarbeitende unser Onboarding?
- Welche HR-Prozesse erzeugen besonders viele Rückfragen?
- Wie einfach können Beschäftigte auf Informationen zugreifen?
- Gibt es regelmäßiges Feedback?
- Sind Entwicklungsmöglichkeiten transparent?
- Welche Erfahrungen machen Mitarbeitende beim Austritt?
Gerade bei begrenzten HR-Ressourcen lohnt sich der Fokus auf die Touchpoints mit dem größten täglichen Einfluss.
Employee Experience mit einer integrierten HR-Landschaft
Eine positive Employee Experience hängt nicht allein von Software ab. Trotzdem kann eine integrierte HR-Plattform viele operative Touchpoints verbessern.
humera verbindet innerhalb einer HR Suite sechs Lösungsbereiche und verfolgt dabei den Ansatz, Systemwechsel und Medienbrüche zu reduzieren.
Das betrifft beispielsweise:
- Recruiting und Onboarding,
- Personalverwaltung,
- Zeiterfassung und Abwesenheit,
- Entwicklung und Feedback,
- Dokumente sowie
- Analytics und Automatisierung.
Gerade entlang des Employee Lifecycle kann eine gemeinsame Datenbasis helfen, Erfahrungen konsistenter zu gestalten. Ein durchgängiger Lifecycle ist eine Möglichkeit, Prozesse klarer und einheitlicher zu gestalten und Informationsverluste zwischen einzelnen Phasen zu reduzieren.
Employee Experience: Die wichtigsten Punkte im Überblick
| Frage | Kurzantwort |
|---|---|
| Was ist Employee Experience? | Die gesamte Erfahrung von Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen |
| Wann beginnt Employee Experience? | Bereits im Recruiting und häufig schon beim ersten Kontakt |
| Wann endet sie? | Mit dem Offboarding bzw. teilweise noch darüber hinaus |
| Was beeinflusst Employee Experience? | Prozesse, Führung, Kommunikation, Kultur, Arbeitsumgebung und Technologie |
| Was sind Employee Touchpoints? | Einzelne Berührungspunkte zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen |
| Ist Employee Experience dasselbe wie Engagement? | Nein, Engagement kann eine Folge positiver Erfahrungen sein |
| Welche Rolle spielt HR-Software? | Sie beeinflusst zahlreiche tägliche digitale Touchpoints |
| Wie lässt sich Employee Experience verbessern? | Touchpoints analysieren, Feedback einholen und Prozesse kontinuierlich optimieren |
FAQ: Häufige Fragen zur Employee Experience
Was bedeutet Employee Experience?
Employee Experience bezeichnet die Summe aller Erfahrungen, die Mitarbeitende mit ihrem Unternehmen während des gesamten Employee Lifecycle machen.
Was gehört zur Employee Experience?
Dazu gehören unter anderem Recruiting, Onboarding, Arbeitsalltag, HR-Prozesse, Führung, Kommunikation, Entwicklung, digitale Systeme und Offboarding.
Was ist eine positive Employee Experience?
Eine positive Employee Experience entsteht, wenn Mitarbeitende Prozesse als verständlich, transparent, verlässlich und wertschätzend erleben und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden.
Was ist der Unterschied zwischen Employee Experience und Employee Engagement?
Employee Experience beschreibt die Erfahrungen von Mitarbeitenden. Employee Engagement beschreibt stärker ihre Motivation, Verbundenheit und Einsatzbereitschaft.
Was sind Employee Touchpoints?
Employee Touchpoints sind konkrete Berührungspunkte mit dem Unternehmen, beispielsweise Bewerbung, erster Arbeitstag, Urlaubsantrag, Feedbackgespräch oder Offboarding.
Was ist der Unterschied zwischen Employee Experience und Employee Lifecycle?
Der Employee Lifecycle beschreibt die Phasen einer Beschäftigung. Employee Experience beschreibt, wie Mitarbeitende diese Phasen erleben.
Welche Rolle spielt HR bei Employee Experience?
HR gestaltet viele zentrale Touchpoints, beispielsweise Recruiting, Onboarding, Personalverwaltung, Self Service, Entwicklung und Offboarding.
Welche Rolle spielt Führung für Employee Experience?
Führung ist ein zentraler Faktor. Kommunikation, Feedback, Vertrauen und Anerkennung durch die direkte Führungskraft prägen die Mitarbeitererfahrung stark.
Wie kann Employee Experience gemessen werden?
Mögliche Instrumente sind Mitarbeiterbefragungen, Pulse Surveys, eNPS, Feedbackgespräche, Onboarding-Befragungen, Fluktuationsdaten und Exit-Interviews.
Kann HR-Software Employee Experience verbessern?
Ja, insbesondere wenn sie Prozesse vereinfacht, Informationen transparent bereitstellt und Self Services ermöglicht. Software allein schafft jedoch keine positive Employee Experience.
Wie unterstützt humera Employee Experience?
humera verbindet Personalverwaltung, Recruiting, Zeitmanagement, Entwicklung, Analytics und Dokumentation innerhalb einer gemeinsamen HR Suite. Dadurch können zahlreiche digitale Touchpoints entlang des Employee Lifecycle auf einer gemeinsamen Plattform abgebildet werden.
Fazit: Employee Experience entsteht an jedem einzelnen Touchpoint
Employee Experience ist kein einzelnes HR-Projekt und keine isolierte Kennzahl. Sie entsteht jeden Tag.
Jede Stellenanzeige, jedes Onboarding, jeder Urlaubsantrag, jedes Feedbackgespräch und jede interne Kommunikation beeinflusst, wie Mitarbeitende ihr Unternehmen erleben.
Eine positive Mitarbeitererfahrung entsteht deshalb vor allem dann, wenn diese Touchpoints möglichst einfach, transparent, verlässlich und wertschätzend gestaltet sind.
Digitale HR-Systeme können dabei unterstützen, Prozesse konsistenter und leichter zugänglich zu machen. Entscheidend bleibt jedoch das Zusammenspiel aus Technologie, Kommunikation, Führung und Unternehmenskultur.
Eine integrierte HR Suite kann beispielsweise dabei helfen, unterschiedliche digitale Touchpoints von Recruiting über Personalverwaltung und Entwicklung bis hin zu Dokumenten und Abwesenheiten innerhalb einer gemeinsamen Umgebung abzubilden.
Gute Employee Experience bedeutet deshalb nicht, jeden Moment perfekt zu machen. Sie bedeutet, unnötige Reibung zu reduzieren und wichtige Momente bewusst aus Sicht der Mitarbeitenden zu gestalten.